Ich revidiere mich
… nur ungern – besonders, wenn es um meinen musikalischen Jahresrückblick geht. Aber nachdem ich mich in den ersten Januarwochen auf’s allergründlichste mit “Ja, Panik”s Album “DMD KIU LIDT” (soll heißen: Die Manifestation des Kapitalimus in unserem Leben ist die Traurigkeit) kritisch, dialektisch und überhaupt auseinandergesetzt habe, muss ich feststellen:
Mein Album des Jahres ist (jetzt aber wirklich endgültig):
Ja, Panik – DMD KIU LIDT
Und wo ich gerade beim Revidieren bin: M83s Hurry Up – We’re Dreaming gehört auch noch in die Jahrescharts, die damit dann ausnahmsweise eine Top Twelve sind.
Merry Christmas!

(Ein Bild aus dem familiären Foto-Archiv. )
Mal angenommen … (Oder: Warum ein musikalischer Jahresrückblick unvermeidlich ist)
(Update: Ich habe mein Urteil geändert – hier nachzulesen.)
Mal angenommen, der Pensionsfonds grönländischer Baumwollpflückerinnen hätte das ihm anvertraute Vermögen in einen samoanischen Hedgefonds investiert, der auf einen aus meinem alljährlichen musikalischen Rückblick – formerly known as „Kwikeeblog-abgehört-Bingo“ – berechneten Devisenindex beruht, und ich ließe diesen Rückblick ausfallen. Dann verlöschten in den Katen pensionierter grönländischer Baumwollpfückerinnen die Öllampen, Grönland müsste zur Walrosszahn-Währung zurückkehren und die FDP bräuchte einen neuen Generalsekretär. Kann ich das verantworten? NEIN! Also (fast) ohne weiteres überflüssiges Gelaber – hier sind sie, meine Alben, Tracks, etc. des Jahres 2012:
Album des Jahres
Ich habe mich gewehrt, geprüft, befragt und das Werk rauf und runter gehört. Schließlich bin ich ja total Hype-resistent („Wer hat da gehüstelt?“), da kann ich doch nicht … Doch es führt kein Weg dran vorbei. Mein Album des Jahres ist … Weiterlesen
Wahre Schönheit kommt von innen – oder von Fuji
Kaloderma war gestern: Fujifilm wirft laut British Journal of Photography nächstes Jahr Schönheitscremes („Astialift“) auf den weltweiten Markt.
Nur was soll ich jetzt machen: Ich bin ja eher der Kodachrome-Typ …
(Und falls die Marke noch jemand kennt: Von Agfa würde ich mir Anti-Aging-Produkte für ihre Diafilme aus den 1980er wünschen.)
Dänische Erkenntnisse
Reisen bildet, darum macht man auf Reisen Bilder. Ich war übrigens neulich Dänemark …

Den erfahrenen Vielreisenden erkennt man an der auf den Bodenbelag der Fähre angepassten Farbe der Multifunktionsfunktionsjacke. … Weiterlesen
This is not America …

Falls jemand ein Low-Budget-Remake von Bonanza drehen möchte, verrate ich auch den Aufnahmeort …
Das Schwein trügt

Was immer sich hinter der innovativen Hauptzutat (1) verbergen mag, ganz koscher (2) scheint mir diese Wurst trotzdem nicht zu sein. Und wenn ich „Aromaten“ (3) lese, stellt sich dem Freund der französischen Filmkomödie ohnehin nur noch eine Frage: Brust oder Keule?.
Wozu braucht »Gott« ein Raumsch*… äh, eine Kühlbox?

Auf dem Bahnhof von Fes (Marrokko), 1991
Zur allgemeinen Erheiterung mal ein Bild aus alten InterRail-Zeiten. Die marokkanischen Besitzer der Kühlbox hatten übrigens keine Ahnung, welches Potential für interkulturelle Missverständnisse ihr Proviant-Behälter barg.
Was mit dem Wissen einer eben durchgeführten Google-Suche auch nicht mehr verwundert: »Gott« ist keine Marke aus dem arabisch- oder französischsprachigen Raum sondern ein (immer noch benutztes) Warenzeichen des amerikanischen Haushaltswaren-Herstellers »Rubbermaid«.
Angesichts der bekannten Klagefreudigkeit von US-Unternehmen mag man sich gar nicht ausmalen, welche markenrechtlichen Schwierigkeiten sich daraus für die Benutzung von Taufbecken ergeben können …
(*)
