Month: February 2008

  • „Pornographie“ als Notwendigkeit eines literarischen Programms

    Die häufigsten Kritikpunkte an Jonathan Littells Die Wohlgesinnten lauten: „Kitsch“, „Pornographie“ und exzessive Gewaltdarstellungen á la Splatter-Movie. Die Frage ist: Findet man diese Aspekte in dem Roman, und wenn ja: Handelt es sich tatsächlich um literarische Unzulänglichkeiten?

  • Aue: Anders andersrum

    Ein paar Beobachtungen (Erkenntnisse?) zu Littells Hauptfigur Max Aue. Aue ist – darauf wurde in vielen Rezensionen hingewiesen – eine unwahrscheinliche, eher unrealististische Figur: Gebildet, schwul und „dennoch“ Angehöriger der SS, der den Massenmord organisiert und zum Teil auch selbst ausführt. Aue ist mit Sicherheit kein „exemplarischer“ (sofern es denn sowas gibt) Täter des 3. […]

  • „Ich bin wie ihr.”

    Okay, so sonderlich originell ist meine Hypothese nicht: Schließlich wird Littell im ersten Kapitel nicht müde, das gleichsam Allgemein-Menschliche seines Ich-Erzählers Max Aue zu betonen. (Vielleicht hätte ich nicht nur den Teil 1 des Vorabdruckes im FAZ-Reading-Room lesen sollen …) „Trotzdem könntet ihr euch sagen, dass ihr das, was ich getan habe, genauso hättet tun […]

  • Wohlgesinnte Vermutung

    Darauf habe ich mich seit Monaten gefreut: Obgleich mir die mediale Massenmobilmachung der Kultur-Ressorts diese Vorfreude fast ein wenig verdorben hat – denn Neugier und Interesse an französischer Literatur sind einfach zu groß, als dass ich alle Artikel zum Thema hätte ignorieren können –, werde ich mich morgen Vormittag auf den Weg in die Buchhandlung […]

  • Karges Produktversprechen

    [Teil II der beliebten Reihe: Firmennamen von nahezu dr-erika-fuchsschem Sprachwitz:] Wenn ich mir mal wieder den „Exquisiten Biogenuss“ von Dr. Karg gönne, trage ich dazu meistens einen extra-flauschigen Jute-Pullover von KratzModen, träume von einen CO2-neutralen Komforturlaub mit Holzpritsch-Reisen und fühle mich fast wie „Am Tag als Bobby Ewing starb“ …